Bildungsimmobilien – unterschätztes Potenzial in bewegten Zeiten
Während klassische Assetklassen wie Büro und Wohnen derzeit unter Druck stehen, rücken Bildungsimmobilien zunehmend in den Fokus institutioneller und kommunaler Investoren. Ob Schulen, Hochschulen oder privatwirtschaftlich betriebene Bildungseinrichtungen – der Bedarf ist strukturell gegeben und wächst stetig mit dem Wandel der Arbeitswelt.
Besonders attraktiv: Bildungsimmobilien bieten oft langfristige Mietverhältnisse mit öffentlichen oder halbstaatlichen Trägern, eine weitgehend konjunkturunabhängige Nutzung und – im Hinblick auf die wachsende Bedeutung von ESG nicht zu unterschätzen – gesellschaftliche Relevanz. Gleichzeitig sind die Anforderungen an Standort, Gebäudequalität und Digitalisierung erheblich gestiegen: Energieeffizienz, flexible Raumkonzepte und hybride Nutzungsmöglichkeiten werden zunehmend zum Standard.
Trotz dieser positiven Rahmenbedingungen bleibt der Markt vergleichsweise fragmentiert und intransparent. Projektentwicklungen scheitern nicht selten an überregulierten Planungsverfahren oder fehlenden Partnerschaften zwischen öffentlicher Hand und privaten Akteuren.
Sind Bildungsimmobilien der „Hidden Champion“ unter den sozialen Infrastrukturen – oder unterschätzen wir die Komplexität dieser Assetklasse?

